Focus-Money Heft 48/2009 vom 18.11.09
Altersvorsorge - Leistung kostet Geld: Versicherungen gibt es nicht gratis. Ob Kosten aber besser per Provision oder per Extra-Honorar berechnet werden, ist umstritten.
Zitate von Stefan Albers, Präsident des BVVB e.V. zum Thema Beratung gegen Honorar:
Daneben
etabliert sich zunehmend das Berufsbild des unabhängigen Beraters, der
ausschließlich Honorare erhält, die der Kunde ihm separat zahlt. Ein
Leitbild, das grundsätzlich auch bei Verbraucherschutzministerin Ilse
Aigner Anklang findet und forciert werden soll. Hauptvorteil dieses
Modells: "Der unabhängige Versicherungsberater ist kein Verkäufer,
es besteht kein finanzielles Interesse am Abschluss einer Police" ,
erklärt Stefan Albers, Präsident des Bundesverbands der
Versicherungsberater (BVVB). "Daher wird er auch häufig von bestimmten
Versicherungen abraten." Solche Versicherungsberater dürfen per
Gesetz keinerlei Vergütung von der Assekuranz annehmen und brauchen
eine spezielle Erlaubnis, wofür sie ihre Sachkunde, Berufshaftpflicht,
Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen müssen.
Sie vermitteln auch keine Policen, sondern empfehlen nur den passenden
Versicherungsschutz. Aber sie führen (noch) ein Nischendasein,
inzwischen gibt es ganze 173 in der gesamten Bundesrepublik.
[Nettotarife">...
bieten derzeit nur etwa 20 bis 30 Versicherer an, aber die Anzahl
steigt. Genannt werden häufig Volkswohl Bund, LV 1871, Generali oder
Alte Leipziger. "Das sind Beispiele, die aber nicht als pauschale
Empfehlungen zu verstehen sind", sagt Versicherungsberater Albers.
"Denn es ist nicht unsere Aufgabe, die billigsten Tarife
herauszusuchen, sondern die zum Leistungsziel des Kunden passenden. "