Viele Verbraucher wünschen sich eine zusätzliche Krankenversicherung als Ergänzung zu ihrer Gesetzlichen Krankenkasse. So eine Erkenntnis von unabhängigen Versicherungsberatern, die im Bundesverband der Versicherungsberater e.V. (BVVB) zusammengeschlossen sind. Der Bundesverband der Versicherungsberater e.V. warnt jedoch vor Billigangeboten, die vermehrt von Versicherungsgesellschaften und Vermittlern angeboten werden.
Immer mehr Versicherungsangebote kommen ohne so
genannte
Alterungsrückstellungen auf den Markt. Diese Angebote sind anfangs um
bis zu 50
% günstiger, als herkömmliche Policen. Damit sind diese
Zusatzversicherungen
vor allem für Junge und Geringverdiener interessant. Die Krux an der
Geschichte
ist: diese Policen werden im Alter sehr teuer. Eben weil es am
notwendigen
Sparanteil für das Alter fehlt. „Es besteht die große Gefahr, dass sich
die
Verbraucher diese anfangs billigen Zusatzversicherungen im Rentenalter
nicht
mehr leisten können und kündigen, obwohl man diese gerade im Alter gut
gebrauchen kann“, so der Hamburger Versicherungsberater Rüdiger Falken.
Für die Versicherungsvermittler mögen diese
Produkte der
Versicherungswirtschaft interessant sein, weil sie sich leicht verkaufen
lassen. In unserer Beratungspraxis stellen wir aber fest, dass die
Älteren
schon jetzt über hohe Kosten ihrer Zusatzversicherung klagen. Wenn es
dann noch
an den Alterungsrückstellungen mangelt, kostet eine Zusatzversicherung
im Alter
nicht mehr 70,00 €, sondern über 120 € monatlich, befürchtet Verbandspräsident
Stefan Albers. Deshalb können wir nur dringend davor warnen, zum
Beispiel eine
Krankenhaus-Zusatzversicherung ohne Alterungsrückstellungen
abzuschließen. Das
Interesse der Krankenversicherer ist all zu durchsichtig: Junge und
Gesunde mit
Billigangeboten anlocken, und später, wenn das Risiko steigt, mit hohen
Preisen
auf die Kündigungen warten.
Anders als die Versicherungsvermittler leben
Versicherungsberater nicht von der Vermittlung. Der Versicherungsberater
berät
neutral und unabhängig und wird ausschließlich vom Verbraucher bezahlt.
„Deshalb fällt es uns auch leicht, von einer unnötigen oder falschen
Versicherung abzuraten, eben weil wir nicht von der Vermittlung leben“,
so Stefan
Albers.
Rüdiger Falken, Versicherungsberater Hamburg